Projektbeispiele (Förderperiode 2007-2013)

Rund um Keilberg und Fichtelberg

Einrichtung und Infrastruktur des Tourismus in der Region Zentrales Erzgebirge – 1. Etappe

Sommerzeit – Wanderzeit. Und wenn es schneit? Winterfrische im Gebirge! Das obere Erzgebirge mit seinen ausgedehnten Waldungen und Hochflächen ist für den Wander- und Wintersport besonders geeignet. Lockend steigen vor dem Auge im Sommer das Grün der Wälder und blühende Wiesen sowie im Winter der glitzernde Winterwald auf und rufen alle Wander-, Rad- und Skifreunde von den Städten die Sorgen hinter sich zu lassen, um Lebensfreude aus der reinen Natur zu spüren. Von den höchsten Bergkuppen mit Aussichtstürmen genießt man eine prachtvolle Aussicht. Zu Fuße der höchsten Berge – den Keilberg (Klínovec) (1244 m ü. NN) und den Fichtelberg (1215 m ü. NN) liegen verstreut die kleinen Städtchen Boží Dar, Breitenbrunn, Oberwiesenthal und Loučná pod Klínovcem. Eine rege Wanderbewegung verzeichnet sich in diesem Gebirgswinkel bereits seit dem 19. Jahrhundert, denn das Gelände ist von Deutschland und Tschechien leicht und bequem zu erreichen. Heute existieren nicht nur ein dichtes Netz von Wanderwegen, sondern auch ausgedehnte Loipennetze und Abfahrtspisten. Die Touristen sind anspruchsvoller geworden und erwarten ein komplexes Angebot. „Der Wunsch der Stadt Boží Dar ist es, Aktivitäten für die Zufriedenheit der Gäste zu suchen und diese gezielt weiter zu entwickeln. Dann kommt der Besucher wieder gern zurück und bleibt länger.“ meint der Bürgermeister von Boží Dar, Jan Horník. "Dabei ist es wichtig, dass wir zwischen den Grenzgemeinden im oberen Erzgebirge alle Punkte verbinden. Die Wege und all das, was die Menschen in Sachsen und in Tschechien zusammenbringt.", ergänzt er noch. Wie die Berglandschaft von Keilberg und Fichtelberg überragt wird, stehen seit langen Jahren auf dem Gipfel der erfolgreichen, grenzübergreifenden Zusammenarbeit Jan Horník mit seinem Nachbar aus Breitenbrunn, Bürgermeister Ralf Fischer und sind Vorbild für ein grenzloses Zusammenleben für weitere naheliegende Gemeinden. „Wir möchten das obere Erzgebirge mit seiner schönen Landschaft ein Stück näher bringen.“, so Ralf Fischer. Der Tourismus bildet einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor. Die EU-Mittel werden eingesetzt, um die Potenziale zu nutzen und zu verbessern. Saniert wurde in diesem Projekt u. a. der steinerne Aussichtsturm auf dem Keilberg. Der 1884 eingeweihte „Kaiser Franz-Josef-Turm“ wurde schon zu lange dem Verfall preisgegeben. Nun wurde er Stein für Stein demontiert und ein Neubau mit dem bei Abbruch gewonnenen Material erfolgte. Gleichzeitig wurde die Zufahrtstraße zu diesem beliebten Ausflugsort erneuert, denn die Zeiten eines einfachen Weges für “vierspännige Omnibusse“ mit Kurgästen sind längst vorbei. In Breitenbrunn/OT Tellerhäuser entstand ein Wanderparkplatz, der als Ausgangspunkt dient, eine Parkanlage mit Infostand sowie ein Loipenhaus/Trail-Center. Das an das bestehende Dorfhaus angebaute Loipenhaus nutzt die Öffentlichkeit ganzjährig als Umkleide-, Sanitär- und Waschgelegenheit.

Thema

Einrichtung und Infrastruktur des Tourismus in der Region Zentrales Erzgebirge - 1. Etappe

Fördergelder

davon EFRE 1.434.354,99 EUR

Förderregion

Keilberg

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Gemeinsame Streifen der Wasserschutzpolizei auf der Elbe

Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet spielt eine wichtige Rolle nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser. Die international bedeutende Wasserstraße Elbe, fließt durch eine wichtige, grenzübergreifende Kulturlandschaft von hohem internationalem Wert. Seit Jahrhunderten verläuft hier ein Transportweg, dem im Tal auch eine Ferneisenbahnstrecke folgt. Die enge Zusammenarbeit der beiden Wasserschutzpolizeien hat sich als dringend notwendig gezeigt. Ziel war es, die Sicherheit des Schiffsverkehrs und der öffentlichen Ordnung am und auf dem Wasser sowie an den Uferbereichen, Häfen und Nebenanlagen zu gewährleisten und gemeinsame Streifenfahrten durchzuführen. Für den schnellen Einsatz war es erforderlich, über dafür geeignete Fahrzeuge beiderseits der Grenze zu verfügen und so wurden durch dieses Projekt in Tschechien und Sachsen spezielle Boote mit Trailer und ein Zugfahrzeug mit entsprechender Ausstattung sowie der erforderlichen IT-Technik für den Einsatz zur Gefahrenabwehr, Strafverfolgung und für besondere polizeiliche Lagen beschafft. Da Technik allein nicht ausreicht, müssen sich die gemeinsam handelnden Kollegen verständigen können und im Einsatzfall „blind“ verstehen. Durch gemeinschaftliche Übungen und die kontinuierliche, kollektive Streifentätigkeit gelingt dies immer besser.

Thema

Gemeinsame Streifen unter besonderen Bedingungen.

Fördergelder

davon EFRE 329.395,30 EUR

Förderregion

Gemeinsame Streifen der Wasserschutzpolizei auf der Elbe

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Grüne Brücke Okrouhlá – Reichenbach

Die „Grüne Brücke Okrouhlá – Reichenbach“ steht für die symbolische Verknüpfung der beiden Projektpartner Stadt Reichenbach/OL und der Gemeinde Okrouhlá in Tschechien. Mit der Umsetzung des Projektes ist es den beteiligten Partnern gelungen, einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung des umweltbewussten Lebens und Handelns der Bevölkerung im ländlichen Raum der Euroregion Neiße zu leisten. Dies wurde durch eine enge Zusammenarbeit der ins Projekt einbezogenen Einrichtungen, insbesondere den den Schulen und Kindertagesstätten, möglich. In beiden Gemeinden wurden ökologische Lehrpfade mit interaktiven, umweltbezogenen Gestaltungselementen errichtet, die insbesondere die Kinder spielerisch und anschaulich mit der heimischen Flora und Fauna vertraut machen.

Stadtverwaltung Reichenbach/OL www.reichenbach-ol.de

Thema

Die grüne Brücke Okrouhlá-Reichenbach.

Fördergelder

davon EFRE 538.810,71 EUR

Förderregion

Die grüne Brücke Okrouhlá-Reichenbach.

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