Erfolgreiche Projekte | Slow Tourismus in der Euroregion Neiße

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Tourismus im heutigen Sinne assoziiert man oft mit Touristenmassen in historischen Innenstädten oder mit überfüllten Wanderwegen in malerischen Gebirgen. Dabei kann leider keine Rede von Umweltschutz oder Nachhaltigkeit sein. Das Projekt „Slow Tourismus in der Euroregion Neiße“ versucht, diese Vorstellungen zu verändern, indem es sich mit ressourcenschonendem und nachhaltigem Tourismus beschäftigt.

Im Vordergrund des Projektes stehen das Kultur- und Naturerbe in Pěnčín, Zittau und der näheren Umgebung. Das Hauptziel besteht in der Bewahrung des Kulturerbes und in der Erhaltung der touristischen Attraktivität der gemeinsamen Grenzregion. Dazu werden Denkmale rekonstruiert oder bewahrt und touristische Angebote entwickelt. Für das Kulturerbe wird gemeinsam Werbung gemacht.

Des weiteren wollen die Projektpartner auf den Slow Tourismus als solchen aufmerksam machen. Dieser Begriff, der sich im heutigen Tourismus erst allmählich durchsetzt, stammt aus Reiseberichten des 19. Jahrhunderts, die sich schon damals der Beschleunigung widersetzten. Heutzutage sind alle dermaßen auf Erlebnisjagd, dass paradoxerweise gar keine echten Erlebnisse mehr möglich sind.

Falls auch Sie das Gefühl haben, dass unsere Zeit zu schnellebig und zu hektisch ist, so fühlen Sie sich eingeladen, durch das Zittauer und Lausitzer Gebirge zu wandern und traditionelle Handwerke, Legenden und die regionale Küche kennenzulernen.

Im Rahmen des Projektes ist auch ein Video entstanden, dessen Titel auf die Hauptidee des Projektes verweist – „Immer mit der Ruhe“. Das Video können Sie sich hier anschauen.

Projektergebnisse

  • Das Kittel-Haus wurde saniert und ist derzeit öffentlich zugänglich.
  • Die Ausstellung „Immer mit der Ruhe“ und die Dauerausstellung über Dr. Johann Kittel sowie die regionalen Sehenswürdigkeiten erfreuen sich der Gunst der ersten Besucher.
  • Das Projekt hat am „Europäischen Tag des Kulturerbes“ teilgenommen.
  • Die Tradition der Kittel-Wallfahrt des Josef von Nazareth und die Zusammenarbeit mit der Stiftung Umgebindehaus werden weitergeführt.
  • Die touristische Erschließung des historischen Stadtzentrums von Zittau wurde verbessert (Erweiterung des Informationssystems für Besucher um Info-Schilder, Bildschirme und Audio-Guides, neu geschaffene Ruhe- und Erholungszonen).

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier oder auf der Projektwebseite.

© Petr Krejčík, Jan Sedlák, Ing. Josef Žid

Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020

Foto: © Frank Meyer
Foto: © Frank Meyer

Gemeinsame Erklärung zur Fortführung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit

Am 14. November 2018 wurde in Dresden die „Gemeinsame Erklärung zur Fortführung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik in der Förderperiode 2021-2027“ durch den Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Dr. Frank Pfeil, und dem tschechischen Vizeminister für Regionalentwicklung, Herrn Zdeněk Semorád, unterzeichnet. In der „Gemeinsamen Erklärung“ wird die Absicht beider Seiten zum Ausdruck gebracht, das Kooperationsprogramm in der Förderperiode ab 2021 in den bewährten Strukturen und Verantwortungen fortzuführen. Mehr Informationen finden Sie in der Pressemeldung des SMUL .

Über das Programm

Das Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 stellt bereits zum dritten Mal Fördermittel der Europäischen Union in dreistelliger Millionenhöhe bereit, um die Grenzbarrieren zwischen Sachsen und Tschechien weiter abzubauen und die Lebensqualität im Grenzgebiet zu erhöhen.

Seit Programmbeginn im Jahr 2015 wurden aus dem Kooperationsprogramm bereits 132 grenzübergreifende Projekte unterstützt. Die Vielfalt der Projekte erstreckt sich von der Zusammenarbeit im Rettungswesen und bei der Feuerwehr über Bildung, Kultur, Sport, Naturschutz und Tourismus bis hin zu strategischer, institutioneller Zusammenarbeit. Mehr über die laufenden Projekte und deren Ergebnisse finden Sie hier.

Noch sind nicht alle EU-Mittel des Kooperationsprogrammes in dieser Förderperiode vergeben: unter diesem Link erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Fördermöglichkeiten. Wenn Sie eine Idee haben, so kontaktieren Sie gern die Ansprechpartner im Gemeinsamen Sekretariat des Programmes oder in den Bezirksämtern der Tschechischen Republik.