Erfolgreiche Projekte | ArchaeoMontan 2018

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Welche Schätze haben unsere Vorfahren unter der Erde und in der Landschaft des Erzgebirges hinterlassen? Mit dieser Frage haben sich Archäologen und Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen im Projekt ArchaeoMontan 2018 beschäftigt. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Informationen über das Projekt vor.

Über das Projekt

In den mittelalterlichen Bergwerken unter der Stadt Dippoldiswalde wurden kurz nach 2002 sensationelle Relikte des Altbergbaus entdeckt. Die Ergebnisse der Grabungen wurden Anlass für eine intensive grenzübergreifende Forschungsarbeit, die 10 Jahre später begann. Ein erstes Projekt vernetzte unter der Leitung des Landesamtes für Archäologie in Dresden (LfA) sächsische und tschechische Montanarchäologen, Historiker, Museologen, Geologen, Mineralogen, Restauratoren, Ingenieure, Geoinformatiker und Verwaltungsfachleute. Diese setzten ihre Zusammenarbeit später in dem inzwischen abgeschlossenen Projekt ArchaeoMontan 2018 fort.

Ergebnisse

  • Gemeinsame grenzübergreifende montanarchäologische und -historische Forschungen auf zwei Referenzgebieten (im Westen in Kremsiger bei Pressnitz, Jöhstadt, Potůčky; im Osten in Dippoldiswalde, Krupka, Zinnwald, Osek), die im Hinblick auf ihre Interdisziplinarität einmalig sind (Entwicklung von Herrschafts- und Siedlungsstrukturen, die Erforschung mittelalterlicher Aufbereitungs- und Produktionsanlagen, die Untersuchung von montanrechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen und die Erkundung der Intensität des Bergbaus und der damit einhergehenden Umweltveränderungen).
  • Dippoldiswalde: Errichtung eines Museums für mittelalterlichen Bergbau (MiBERZ) (Eröffnung im August 2018)
  • Krupka: Sanierung eines historischen Gebäudes zu einem Informationszentrum der Bergbaulandschaft (Eröffnung im März 2018)
  • Wander- und Dauerausstellung „Silberrausch und Berggeschrey“
  • Bergbaulehrpfad in Krupka
  • Hervorragende Beziehungen im grenzübergreifenden Team und eine konstruktive Zusammenarbeit von zahlreichen Fachleuten unter der vorbildlichen Leitung von Frau Dr. Christiane Hemker, Landesamt für Archäologie Dresden (LfA)
  • Zahlreiche Fachtagungen
  • Zahlreiche Publikationen wie z.B. Tagungsbände, Kataloge, wissenschaftliche Monografien, Newsletter etc.
  • Mobile Apps ermöglichen Touristen ein virtuelles Erlebnis der nicht zugänglichen Bergwerke
  • Filme und weitere Dokumentationen

Die intensive Forschungsarbeit ist ein wesentlicher Baustein des Weltkulturerbes Montanlandschaft Erzgebirge / Krušnohoří.

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier .

Foto: © Martin Jehnichen

Jahresveranstaltung 2019 | Rückblick

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Tschechien und Polen sind vor 15 Jahren am 01.05.2004 der EU beigetreten. Das Kooperationsprogramm präsentierte sich am 30.04. und 01.05.2019 in Zittau und im Dreiländereck Sachsen – Tschechien – Polen gemeinsam mit den Kooperationsprogrammen Tschechien – Polen und Polen – Sachsen auf einem Jahresevent unter dem Motto „15 Jahre gemeinsam in der Europäischen Union“. Zahlreiche grenzübergreifende Projekte boten ein buntes Programm vor Ort. Zum zweitägigen Jahresevent kamen etwa 3000 Besucher aus allen drei Ländern.

Die Jahresveranstaltung durch die Linse einer Kamera ( Link ).

Mehr Informationen erfahren Sie hier .

Foto: © Pavel Šinagl

Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020

Foto: © Frank Meyer
Foto: © Frank Meyer

Gemeinsame Erklärung zur Fortführung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit

Am 14. November 2018 wurde in Dresden die „Gemeinsame Erklärung zur Fortführung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik in der Förderperiode 2021-2027“ durch den Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Dr. Frank Pfeil, und dem tschechischen Vizeminister für Regionalentwicklung, Herrn Zdeněk Semorád, unterzeichnet. In der „Gemeinsamen Erklärung“ wird die Absicht beider Seiten zum Ausdruck gebracht, das Kooperationsprogramm in der Förderperiode ab 2021 in den bewährten Strukturen und Verantwortungen fortzuführen. Mehr Informationen finden Sie in der Pressemeldung des SMUL .

Über das Programm

Das Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 stellt bereits zum dritten Mal Fördermittel der Europäischen Union in dreistelliger Millionenhöhe bereit, um die Grenzbarrieren zwischen Sachsen und Tschechien weiter abzubauen und die Lebensqualität im Grenzgebiet zu erhöhen.

Seit Programmbeginn im Jahr 2015 wurden aus dem Kooperationsprogramm bereits 130 grenzübergreifende Projekte unterstützt. Die Vielfalt der Projekte erstreckt sich von der Zusammenarbeit im Rettungswesen und bei der Feuerwehr über Bildung, Kultur, Sport, Naturschutz und Tourismus bis hin zu strategischer, institutioneller Zusammenarbeit. Mehr über die laufenden Projekte und deren Ergebnisse finden Sie hier.

Alle EU-Mittel des Programmes sind in dieser Förderperiode noch nicht vergeben; unter diesem Link erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Fördermöglichkeiten. Wenn Sie eine Idee haben, dann kontaktieren Sie die Ansprechpartner im Gemeinsamen Sekretariat des Programmes oder in den Bezirksämtern der Tschechischen Republik.