Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020

Das Kooperationsprogramm Freistaat Sachsen – Tschechische Republik fördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Kooperationsprojekte sächsischer und tschechischer Partner. Dank der Projekte werden die Grenzbarrieren zwischen Sachsen und Tschechien weiter abgebaut. Diese Website informiert Sie über die Fördermöglichkeiten , erfolgreiche Projekte und zuständige Ansprechpartner.

Erfolgreiche Projekte | Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Entwicklung des Eisenbahnverkehrs Sachsen-Tschechien

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Schnellfahrtstrecke Dresden-Prag

Am 26.08.2021 besuchte der deutsche Bundespräsident Steinmeier die tschechische Hauptstadt Prag – per Zug! Damit setzte er ein Zeichen für die Wichtigkeit der Elbtalstrecke zwischen Dresden und Prag und dem Eisenbahnverkehr allgemein. Dies zeichnet sich auch in der gegenwärtigen Klimadebatte, in welcher die Bahn eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Herausforderungen des Klimawandels sind an dieser Strecke deutlich spürbar.

Im Juni 2021 stand wegen erneutem Hochwasser die Bahnstrecke mehrere Wochen still. Über einen Monat dauerte es, bis ein voller Betrieb wieder möglich war. Überschwemmungen im Elbtal rund um Bad Schandau hindern oft den Bahnverkehr zwischen Sachsen und Tschechien. Die zu dem transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) gehörende Strecke ist nicht nur häufig durch Naturkatastrophen behindert, sondern genügt auch mit seiner Kapazität und maximaler Geschwindigkeit nicht den Anforderungen einer modernen europäischen Bahnstrecke des 21. Jahrhunderts.

Dies soll sich bald ändern! Mit dem Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke soll in den kommenden Jahren die Fahrt von der Elbmetropole in die tschechische Hauptstadt von jetzigen über 2 auf weniger als 1 Stunde reduziert werden. Nicht nur eine kürzere Fahrzeit für Personenzüge, aber auch eine Erhöhung der Kapazität für den Güterverkehr ist geplant. Zudem ist die Strecke ebenfalls im Bundesverkehrsplan verankert. Dies verdeutlicht die überregionale Bedeutung der Strecke, die sogar bis auf die Europäische Ebene reicht. Im Mai 2021 haben Deutschland, Tschechien und Österreich ein Memorandum unterzeichnet, das von einer vierstündigen Fahrzeit zwischen Berlin und Wien ausgeht. Die Strecke Dresden-Ústí nad Labem-Prag ist ein unverzichtbarer Teil dieses Projekts.

Auch wir haben dazu einen Beitrag geleistet: Im Rahmen unseres Kooperationsprogramms Sachsen-Tschechien 2014-2020 wurde ein Projekt zu einer grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Studie gefördert, welche einen wichtigen Meilenstein für die Planung der Strecke darstellt. Dabei wurden verkehrliche, sozioökonomische und geologische Aspekte untersucht.

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