Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020

Das Kooperationsprogramm Freistaat Sachsen – Tschechische Republik fördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Kooperationsprojekte sächsischer und tschechischer Partner. Dank der Projekte werden die Grenzbarrieren zwischen Sachsen und Tschechien weiter abgebaut. Diese Website informiert Sie über die Fördermöglichkeiten , erfolgreiche Projekte und zuständige Ansprechpartner.

Auf einen Sprung zu den Nachbarn

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Wollen Sie auch nach den Ferien nicht auf Ausflüge verzichten? Das müssen Sie auch nicht! Der gemeinsame Grenzraum hat das ganze Jahr über etwas zu bieten. Begeben Sie sich auf die Spuren unserer Projekte. Dabei können Sie sich von unseren Tipps inspirieren lassen oder weitere interessante Projekte auf eigene Faust entdecken. Die Projekte erkennen Sie an den Logos. Nach wie vor können Sie uns an kontakt@sn-cz2020.eu Fotos von Ihren Projektausflügen schicken, und wir belohnen Sie mit einem „Hallo-Nachbar“-Tee.

Impressionen aus Ihren Ausflügen

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© Peter Flath, Josef Hazi, Frank u. Anita Müller, Dirk Heinze, Daniel Näser

Erfolgreiche Projekte | "Für uns Rettungskräfte gibt es keine Grenzen mehr"

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Was passiert, wenn ein tschechischer Tourist im Erzgebirge den tschechischen Rettungsdienst anruft? Nach ein paar Minuten kommt ein Rettungswagen zu Hilfe, der allerdings deutsch aussieht. Ein Problem? Keinesfalls! Dank dem Projekt zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Ausbildung im Rettungsdienst geht alles glatt, da „es bei den Rettungskräften keine Grenzen mehr gibt“ (Jan Svoboda).

Die große Anzahl der Kooperationspartner im Projekt macht deutlich, wie wichtig es ist, auch mit ausländischen Kollegen im Rettungswesen vernetzt zu sein. Dies beinhaltet auch Kenntnisse über das professionelle Vorgehen der Nachbarkollegen in verschiedenen Szenarien und Situationen, die das Projekt erfolgreich vermittelt hat.

Alle Teilnehmer des Projektes haben untereinander praktische Erfahrungen ausgetauscht, sowohl während Seminaren und Workshops als auch bei gemeinsamen Übungen, die in mehreren Videos dokumentiert wurden. Dabei hat nach Aussage der Kooperationspartner die Sprachausbildung sehr geholfen. Nach dreijähriger Zusammenarbeit ist an der sächsisch-tschechischen Grenze eine perfekte Synergie der Rettungskräfte entstanden:

„Ich habe ihre Vorgehensweisen gelernt, und wir können tatsächlich an der Grenze sehr gut zusammenarbeiten. Ich weiß, was ich von den deutschen Kollegen erwarten kann, und diese wissen ganz genau, wie wir verfahren werden. Und da ist es perfekt, dass eben dort die Synergie entsteht. Die Einsätze an der Grenze sind jetzt wesentlich schneller, und es ist immer besser, wenn Sie einem Freund helfen als einem anonymen Kollegen.“ (Jan Svoboda)

Tatsächlich ist während der Projektumsetzung auch ein sehr wichtiger Mehrwert namens Freundschaft entstanden:

„Ich arbeite an der Grenze, und ich schaue über den Bach hinweg meine Kollegen an, und das sind für mich nicht nur anonyme Rettungskräfte, deutsche Rettungskräfte, das sind meine Freunde. Das ist die Steffi, das ist die Helga.“ (Jan Svoboda)

Die Koordinatorin aller acht Kooperationspartner, Frau Gabriela Jelínková, sagte, das einzige Rezept für eine gute Partnerschaft im Projekt sei Glück mit Leuten, denen ihre Arbeit Spaß macht, die mehr leisten als nur Dienst nach Vorschrift und die noch dazulernen möchten. Dem stimmt ein Mitglied des Begleitausschusses zu:

„Ich bin überzeugt davon, dass wir ein sehr nützliches und sinnvolles Anliegen gefördert haben. (…) Es hat mich sehr stark beeindruckt, dass es tatsächlich Menschen an der richtigen Stelle sind, die eine wirklich verdienstvolle Arbeit machen (…) und ich muss sagen: Hut ab! Hoffentlich wird es Ihnen gelingen, das Projekt weiterzuführen.“

Vor einigen Jahren wurde eine Vereinbarung über die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Gesundheitsrettungsdiensten unterzeichnet. Angesichts der ausgezeichneten Ergebnisse dieses Projektes liegt es für Abteilungsleiter Petr Severa vom Bezirksamt Ústí n. L. auf der Hand, dass die Zusammenarbeit noch viel enger sein müsste.

Mehr über das Projekt erfahren Sie auf der Projektwebseite.

Foto: © Frank Meyer
Foto: © Frank Meyer

Gemeinsame Erklärung zur Fortführung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit

Am 14. November 2018 wurde in Dresden die „Gemeinsame Erklärung zur Fortführung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik in der Förderperiode 2021-2027“ durch den Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Dr. Frank Pfeil, und dem tschechischen Vizeminister für Regionalentwicklung, Herrn Zdeněk Semorád, unterzeichnet. In der „Gemeinsamen Erklärung“ wird die Absicht beider Seiten zum Ausdruck gebracht, das Kooperationsprogramm in der Förderperiode ab 2021 in den bewährten Strukturen und Verantwortungen fortzuführen. Mehr Informationen finden Sie in der Pressemeldung des SMUL .