Projektänderungen

Mittelerhöhung – wie geht das?

Die Nachfrage nach EU-Fördermitteln ist hoch. Daher hat das Kooperationsprogramm inzwischen in fast allen Prioritätsachsen eine vollständige Mittelbindung erreicht.

Wussten Sie, dass Ersparnisse, die möglicherweise in das Programm zurückfließend, in erster Linie für Mittelerhöhungsanträge bestimmt sind? Sie haben Vorrang vor der Bestätigung von Vorratsprojekten, da zuerst die bereits bewilligten Projekte ihre Ziele erreichen sollen.

Wann?

Eine Mittelerhöhung kann grundsätzlich nur dann beantragt werden, wenn 4 Kriterien erfüllt sind:

  • 1. der finanzielle Mehrbedarf war unvorhersehbar;
  • 2. der finanzielle Mehrbedarf wurde nicht durch Planungsfehler der Kooperationspartner verursacht;
  • 3. der finanzielle Mehrbedarf ist für die Erreichung der Projektziele zwingend erforderlich.
    Das Projekt befindet sich in einem fortgeschrittenen Umsetzungsstand. Das bedeutet, dass mindestens 65 Prozent der bewilligten Projektausgaben bei den Kontrollinstanzen (SAB, CRR ČR) abgerechnet sein müssen.

Sind diese Kriterien erfüllt, so kann eine Mittelerhöhung ausschließlich während der Projektlaufzeit beantragt werden.

Wie?

Bitte klären Sie zunächst mit Ihrem Projektbegleiter, ob die oben genannten Kriterien erfüllt sind.

Prüfen Sie, ob Sie selbst und/oder Ihre Kooperationspartner in anderen Ausgabenpositionen möglicherweise Mittel einsparen. Denn die Partner können sich ihre Ersparnisse untereinander übertragen, um etwaige Mehrbedarfe auszugleichen. Falls eine solche Übertragung von Ersparnissen gewünscht wird, so beantragt der Lead Partner per Änderungsanzeige eine Mittelübertragung zwischen den betreffenden Partnern.

Falls eine Mittelerhöhung zwingend erforderlich ist und die Partner sich untereinander nicht mit Ersparnissen aushelfen können, so beantragt der Lead Partner für den/die betroffene/n Partner per Änderungsanzeige eine Mittelerhöhung.

Fachprüfung

Der eingereichte Erhöhungsantrag wird von den zuständigen Stellen (Förderstellen) fachlich geprüft.

Wer entscheidet?

Grundlage für die Entscheidung ist ein positives Ergebnis der Fachprüfung.

  • Begleitausschuss:
    Bei wesentlichen Änderungen (Mittelerhöhung von mehr als 10% der förderfähigen Gesamtausgaben oder von mehr als 15.000 EUR) wird der Erhöhungsantrag dem Begleitausschuss zur Entscheidung vorgelegt.
  • SAB:
    Bei nicht wesentlichen Änderungen entscheidet die SAB über den Erhöhungsantrag.

Bestätigung der Mittelerhöhung, Änderungsvertrag zur Mittelerhöhung

Wird der Mittelerhöhungsantrag vom Begleitausschuss (bei wesentlichen Änderungen) oder von der SAB (bei nicht wesentlichen Änderungen) bestätigt, so kann ein Änderungsvertrag abgeschlossen werden.

Voraussetzung für den Abschluss eines Änderungsvertrages ist neben der Bestätigung durch den Begleitausschuss oder die SAB, dass in der entsprechenden Prioritätsachse ausreichend Mittel zur Verfügung stehen.

Stehen die Mittel zur Verfügung, so erhält der Lead Partner ein Angebot zum Abschluss eines Änderungsvertrages.

Stehen keine Mittel zur Verfügung, so wird der bestätigte Erhöhungsantrag auf eine sog. „Warteliste für Erhöhungsanträge“ gesetzt. Der Lead Partner erhält ein Angebot zum Abschluss eines Änderungsvertrages, sobald ausreichend Mittel in die betreffende Prioritätsachse zurückgeflossen sind. Dies ist allerdings nur während der Projektlaufzeit möglich.