Programmnews

22.09.2021 Common Ground – Über Grenzen mitgestalten

Mit dem Programm Common Ground – Über Grenzen mitgestalten fördert die Robert Bosch Stiftung die grenzübergreifende Beteiligung der Bevölkerung an der Gestaltung und Entwicklung ihrer Region. Durch inhaltliche Beratung zu Bürgerbeteiligungsprozessen und finanzielle Unterstützung zum Aufbau von Beteiligungsstrukturen soll eine verbindende Beteiligungskultur zwischen Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und lokaler Bevölkerung beidseits der Grenze etabliert werden.

Bewerben können sich Kommunen, Kommunalverbände, Landkreise aus Deutschland oder vergleichbare Einheiten aus einem der Nachbarländer gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Bis zu acht Grenzregionen (Deutschland und seine Nachbarn) werden über zunächst drei Jahre insgesamt mit bis zu 1,3 Mio. Euro gefördert. Die Frist für die Einreichung einer ersten Interessenbekundung ist der 15. November 2021, die Frist für die Einreichung der Bewerbungsunterlagen ist der 15. Februar 2022.

Alle Informationen und Unterlagen zur Ausschreibung, zum Bewerbungsverfahren und Auswahlprozess finden Sie auf der Programmwebsite. Common Ground ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, durchgeführt vom nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an: common.ground@nexusinstitut.de

24.08.2021 Achtung! Stolpersteine im Vergabeverfahren

- Gilt für deutsche öffentliche Auftraggeber -

Aus den Erfahrungen der letzten Vorhabenprüfungen der externen Prüfinstanz, möchten wir Sie zu den Stolpersteinen sensibilisieren, die bei der Vergabe von Dienst- und Lieferleistungen auftreten können.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick zu typischen Verfahrensfehlern und Dokumentationsmängeln von öffentlichen Auftraggebern im Vergabeverfahren ab einem Auftragswert von über 250,00 Euro, welche Sie unbedingt vermeiden sollten:

1. Fehlender Nachweis zur durchgeführten Auftragswertschätzung

(Finanzkorrekturen bis zu 25 % des Auftragswertes möglich)

Ein häufiger Mangel stellt die fehlende Dokumentation der Auftragswertschätzung dar. Die Auftragswertschätzung ist gem. § 3 VGV vor der Einleitung des Vergabeverfahrens vorzunehmen und in den Vergabeunterlagen zu dokumentieren. Von der Auftragswertschätzung ist die Wahl des Vergabeverfahrens und die entsprechenden Anforderungen des Gemeinsamen Umsetzungsdokuments (Bestimmungen nach Ziffer 4.4.3 GUD) abhängig.

2. Fehlende Marktrecherche durch einen Angebots- und/oder Preisvergleich

(Finanzkorrekturen bis zu 100 % des Auftragswertes möglich)

Auch Verträge des öffentlichen Auftraggebers für Dienst-und Lieferleistungen, die nicht unter das Vergaberecht fallen, sind unter Berücksichtigung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu schließen. Dies gilt auch für Direktkäufe nach § 3 Absatz 6 VOL/A.

Der Nachweis der Einhaltung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit muss über die Dokumentation eines Vergleichs der Marktpreise qualifizierter Anbieter erfolgen. Zu diesem Zweck sind bei einem Nettoauftragswert von über 250,00 Euro ein Angebots-und/oder Preisvergleich von mindestens drei Anbietern vorzunehmen. Der Angebots- und/oder Preisvergleich ist nachvollziehbar zu dokumentieren. Dabei müssen der geschätzte Auftragswert, das Ergebnis zur Prüfung der Binnenmarktrelevanz, die recherchierten Anbieter sowie die Bewertung und Entscheidung zur Auftragserteilung dokumentiert werden.

Ausnahme: Direktkäufe und Beschaffungsvorgänge nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit von geringwertigen Gütern, deren Nettoauftragswert 250,00 Euro nicht übersteigt, sind von der vorgenannten Regelung ausgenommen. Diese können allein gegen Rechnung erfolgen; einer weiteren Dokumentation bedarf es in diesem Fall nicht.

3. Keine hinreichende Bekanntmachung des Auftrages (Binnenmarktrelevanz)/ Keine Dokumentation der Prüfung der Binnenmarktrelevanz eines Auftrages

(Finanzkorrekturen bis zu 100 % des Auftragswertes möglich)

Öffentliche Aufträge, die nicht oder nur teilweise den Vorschriften der öffentlichen Auftragsvergabe unterliegen, aber für den Binnenmarkt relevant sind, sind bekannt zu machen und unter Beachtung des Diskriminierungsverbots zu vergeben (Transparenzpflicht).

Die Entscheidung der Binnenmarktrelevanz obliegt grundsätzlich dem öffentlichen Auftraggeber nach Prüfung der Umstände des Einzelfalls. Die Prüfung der Binnenmarktrelevanz und das Ergebnis sind zu dokumentieren.

Weitere Hinweise finden Sie unter diesem Link:

Leitfaden zur Binnenmarktrelevanz

Begleittext

4. Fehlender Nachweis zur Veröffentlichung der Leistungsbeschreibung sowie der Eignungs- und Zuschlagskriterien

(Finanzkorrekturen bis zu 100 % des Auftragswertes möglich)

Wenn Sie eine Freihändige Vergabe oder eine Beschränkte Ausschreibung durchführen, so müssen mehrere - grundsätzlich mindestens drei - Anbieter schriftlich angefragt werden. Die Anfragen müssen dokumentiert werden.

Ein Vergleich von Anbietern durch eine Recherche im Internet erfüllt diese Forderung nicht. Die im Internet beworbenen Leistungen stellen keine Angebote im Sinne von § 13 VOL/A i. V. m. § 3 Absatz 1 Satz 4 VOL/A dar. In diesem Fall liegt ein fehlender Nachweis zur Veröffentlichung der Leistungsbeschreibung sowie der Eignungs- und Zuschlagskriterien vor, der eine Sanktionierung der Vergabe zur Folge hat. Die schriftliche Aufforderung zur Angebotsabgabe muss in mindestens drei Fällen nachgewiesen werden.

5. Fehlende Dokumentation bezüglich einer ordnungsgemäßen Prüfung und Wertung der Angebote

(Finanzkorrekturen bis zu 25 % des Auftragswertes möglich)

Es wird empfohlen die Prüfung und Wertung der Angebote sorgfältig anhand des Prüfschemas zur Wertung von Angeboten gemäß Anlage zu § 5 Abs. 1 Sächsisches Vergabegesetz vom 14. Februar 2013 durchzuführen. Die Wertung der Angebote ist so zu dokumentieren, dass die vollständige sowie rechnerische und fachliche Prüfung von mehreren Angeboten für Dritte nachvollziehbar ist und die Rechts- und Ordnungsmäßigkeit der Zuschlagserteilung bewertet werden kann.

6. Zuschlag vor Ablauf der Angebotsfrist/ Nichtbeachtung der Mindestfrist

(Finanzkorrekturen bis zu 25 % des Auftragswertes möglich)

Nach § 10 Abs. 1 VOL/A und § 10 Abs. 1 VOB/A sind für die Bearbeitung und Abgabe der Teilnahmeanträge und der Angebote sowie für die Geltung der Angebote ausreichende Fristen durch den Auftraggeber vorzusehen. Zudem können nach § 10 Abs. 2 VOL/A und § 10 Abs. 2 VOB/A bis zum Ablauf der Angebotsfrist Angebote in allen für deren Einreichung vorgesehenen Formen zurückgezogen werden.

Der Zuschlag darf nicht vor dem Ablauf der Angebotsfrist erteilt werden, da eine Berücksichtigung von weiteren eingegangenen Angeboten bzw. die Änderung oder Rücknahme von bereits vorliegenden Angeboten dann durch die vorgezogene Zuschlagserteilung nicht mehr möglich ist.

Die Beachtung einer Mindestfrist bei Dringlichkeit, wie sie in § 10 Abs. 1 VOB/A, nicht unter zehn Kalendertagen, geregelt ist, verlangt der § 10 VOL/A nicht. Mit Rücksicht auf den Wettbewerbsgrundsatz spricht jedoch einiges dafür, den in § 10 Abs. 1 VOB/A zum Ausdruck kommenden Rechtsgedanken in Bezug auf die Mindestfrist auch im Bereich der VOL/A anzuwenden. Die Anwendung einer ausreichenden Frist von mindestens zehn Kalendertagen wird empfohlen.

Diese Stolpersteine stellen derzeitig ein erhebliches monetäres Beanstandungspotential dar. Bei Verstößen können die Ausgaben bei Prüfungen als fehlerhaft bewertet und in Folge nicht gefördert werden. Wir bitten Sie bei der Durchführung der Vergabeverfahren auf eine sorgfältige Dokumentation der Vergaben zu achten.

05.08.2021 Leitfaden Binnenmarktrelevanz

- Gilt für deutsche öffentliche Auftraggeber -

Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie, als Öffentlichen Auftraggeber, zum Thema Binnenmarktrelevanz eines Auftrages an einen Dienstleister im Rahmen der Projektumsetzung nochmals sensibilisieren.

Die Erfahrungen aus den Prüfungen der Prüfinstanzen des Freistaates Sachsen haben deutlich gemacht, dass bei der Bewertung der Binnenmarktrelevanz strenge Maßstäbe angesetzt werden. Im Kooperationsprogramm Sachsen - Tschechien wird grundsätzlich vermutet, dass bereits Aufträge mit einem Nettoauftragswert von über 250,00 EUR binnenmarktrelevant sind und dementsprechend mindestens auf der eigenen Homepage zu veröffentlichen sind. Werden betroffene Aufträge vor der Auftragsvergabe nicht veröffentlicht, können die angefallenen Ausgaben nicht gefördert werden. Die Sanktionierung beträgt in diesem Fall 100 %.

Wie sollen Sie vorgehen?

  • 1. Überprüfen Sie bei geplanten Aufträgen mit einem geschätzten Auftragswert über 250,00 EUR netto, ob eine Binnenmarktrelevanz vorliegt, d. h. ob dieser Auftrag auch für Dienstleister zum Beispiel in Tschechien oder Polen interessant sein könnte.

  • 2. Beziehen Sie in Ihre Überprüfung folgende Kriterien ein:
    • a. den Auftragsgegenstand
    • b. den geschätzten Auftragswert
    • c. die örtliche Nähe zu anderen EU-Mitgliedstaaten
    • d. die Kenntnis des Sprach- oder Rechtsrahmens
    • e. die Besonderheiten des betroffenen Sektors (z.B. Größe und Struktur, Gepflogenheiten, etc.)

  • 3. Dokumentieren Sie Ihre Entscheidung.
    • a. Kommen Sie zu dem Ergebnis, dass der Auftrag für den Binnenmarkt relevant ist, veröffentlichen Sie den zu vergebenden Auftrag. Sie können dazu die üblichen Medien nutzen, wie zum Beispiel:
      • i. Internet, dazu zählt auch Ihre eigene Website
      • ii. nationale Amts- und Ausschreibungsblätter
      • iii. Zeitungen, Publikationen, etc.
    • b. Dokumentieren Sie die Veröffentlichung in Ihren Projektunterlagen.
    • c. Wenn Sie nach der erfolgten Überprüfung (vgl. Pkt.2) die Binnenmarktrelevanz für einen Auftrag trotzdem verneinen, muss der Sachverhalt anhand der Kriterien sehr gründlich begründet und dokumentiert werden. Ob die Voraussetzungen für das Nichtvorhandensein einer Binnenmarktrelevanz vorliegen, unterliegt immer einer Einzelfallprüfung.

  • 4. Ihr Auftrag kann unter Beachtung der einschlägigen Vergabevorschriften vergeben werden.

In diesem Zusammenhang weisen wir Sie auf den Leitfaden zur Binnenmarktrelevanz hin, der für Sie durch die Verwaltungsbehörde des Kooperationsprogramms entwickelt wurde.

Neuigkeiten bei der Programmplanung des Kooperationsprogramms Sachsen – Tschechien 2021-2027

Das Programm wird intensiv vorbereitet. Alle aktuellen Informationen zur neuen Fördeperiode finden Sie hier .

Entdecken Sie neue Fördermöglichkeiten

Aufruf für transnationale Projektvorschläge des neuen Programms

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Interreg CENTRAL EUROPE startet bald einen neuen Aufruf für transnationale Projektvorschläge, welcher sich an öffentliche und private Organisationen richten wird, die über Grenzen hinweg zusammenarbeiten wollen. Die neuen Fördermittel werden Organisationen dabei unterstützten, gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen der mitteleuropäischen Regionen und Städte zu finden.

Die neue Interreg Antragsteller-Community hilft Organisationen dabei, mit anderen Projektpartnern aus ganz Mitteleuropa in Kontakt zu treten, sich transnationalen Projektideen anzuschließen und den bilateralen Austausch im Hinblick auf die kommende erste Ausschreibung von Interreg CENTRAL EUROPE zu erleichtern.

Weitere Informationen finden Sie hier .

29.01.2021: 30 Jahre Interreg

Interreg feierte 2020 seinen 30. Geburtstag. Wegen der Covid-19-Pandemie wurde das Jubiläum online und mit virtuellen Events gefeiert. Nun ist die Broschüre „30 years of Interreg: stories of a greener, younger, embracing Europe“ online erschienen. Sie präsentiert eine Auswahl erfolgreicher, beispielhafter Kooperationsprojekte in den Kategorien Umwelt, nachbarschaftlicher Zusammenhalt und Jugend. Unsere beiden Projekte „Starke Nachbarn“ und „Starke Nachbarn 2.0“ sind auf Seite 61 zu finden.

Lesen Sie die englischsprachige Broschüre hier:

https://interreg.eu/wp-content/uploads/2020/07/Ebook-Interreg-30-years-projects.pdf

27.01.2021 Selbst die Corona-Pandemie kann das erfolgreiche Kooperationsprogramm Sachsen – Tschechien nicht aufhalten

Pressemeldung des Ministeriums für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik zum Stand der Programmumsetzung

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Das grenzüberschreitende Kooperationsprogramm Sachsen – Tschechien vermeldet ein erfolgreiches Jahr 2020. Das gesamte Programmbudget in Höhe von 148,5 Mio. EUR wurde an zahlreiche Projekte vergeben und bereits zu fast 74 % ausgezahlt; das sind mehr als 109 Mio. EUR. Damit hat das Programm weit im Voraus die n+3-Regel für die Jahre 2020 und 2021 erfüllt, und sämtliche EU-Mittel können ausgeschöpft werden.

„Das Jahr 2020 war zweifellos ein Einschnitt für die Programme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, das sächsisch-tschechische Programm mit eingeschlossen. Das Programm musste außer mit dem „Lockdown der Wirtschaft“ auch mit der Schließung der Grenzen und der eingeschränkten Reisefreiheit der Bürger der Tschechischen Republik zurechtkommen. In einigen Fällen sind wir den Projektträgern entgegengekommen und haben die Projektlaufzeit verlängert, oder wir haben individuelle Lösungen für Projekte gefunden, um die Projektumsetzung nicht zu gefährden. Mit dieser Herausforderung, die wirklich keine Grenzen kannte, ist das Programm erstaunlich gut fertiggeworden. Die Tschechische Republik büßt daher in diesem Programm keine Finanzmittel ein, die sie aus dem gemeinsamen Haushalt der EU erhalten hat“, so die Ministerin für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik Klára Dostálová.

Zu den Projekten, die schon vor der Coronakrise abgeschlossen wurden und von deren Ergebnissen die breite Öffentlichkeit profitiert, gehören folgende Vorhaben: „Vier Städte retten über die Grenze“ (hier sind insbesondere der Neubau der Feuerwache SDH Liberec – Krásná Studánka und der Einsatz der Rettungstechnik hervorzuheben, die bei einem lokalen Hochwasser 2020 in Višňová helfen konnte), „Die gemeinsame Geschichte und Tradition im Erzgebirge aktiv erleben“ (der Verein Horský klub Lesná v Krušných horách, z.s., hat ein Fachwerkhaus mit historischer Einrichtung nachgebaut und ganzjährig eine Reihe kultureller Veranstaltungen organisiert), „Slow Tourism in der Euroregion Neisse – Verbindung von Natur und Kultur“ (die Gemeinde Pěnčín hat das Haus des lokal berühmten Volksarztes Dr. Kittel instandgesetzt und zugänglich gemacht), „Informationszentrum Fláje“ (der Staatsbetrieb Povodí Ohře hat ein sehr interessantes Projekt mit einem neuen Informationszentrum am Staudamm der Talsperre Fláje durchgeführt, wo die Besucher das Wasserwerk und die Problematik der Trinkwasserversorgung kennenlernen können).

Im Jahr 2021 sollen weitere interessante Projekte im Bereich Tourismus abgeschlossen werden, z.B. das Vorhaben „Das wiedererlebte Erzgebirge“, wo moderne Visualisierungstechnik zum Einsatz kommt und in sieben Gemeinden Geschichten aus der Vergangenheit nachgedreht werden, die sich Touristen dann vor Ort über einen QR-Code auf ihrem Smartphone ansehen können. Eine Liste aller bewilligten Projekte kann hier heruntergeladen werden: https://www.sn-cz2020.eu/cz/projekte/liste_der_vorhaben/index.jsp .

Foto: Feuerwehr in Aktion (Višňová 2020), © V. Šrut

19.11.2020 Mitteilung an die Projektträger

Nachdem im Sommer wieder weitestgehend grenzübergreifende Begegnungen möglich waren, sind mit dem Herbst leider erneut Corona-bedingte Reise- und Begegnungseinschränkungen zurückgekommen. Die eingeführten Vorsorge- und Schutzmaßnahmen beeinträchtigen erneut die Durchführung des Kooperationsprogrammes Sachsen – Tschechien 2014 – 2020.

Wir sind uns bewusst, dass die derzeitige Lage auch die Umsetzung Ihres Projektes erschweren kann. Daher möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie die Auswirkungen auf Ihr Projekt abschwächen können.

Sie können jederzeit das Gemeinsame Sekretariat ( kontakt@sn-cz2020.eu ) bzw. die zuständigen nationalen Kontrollinstanzen kontaktieren. Jede Situation wird individuell bewertet und in Abstimmung mit Ihnen eine Lösung gefunden.

1 Allgemeines

Die nachfolgend genannten Maßnahmen stellen keine Änderung des bestehenden Rechtsrahmens zur Umsetzung von Kooperationsprojekten dar, wie sie im Zuwendungsvertrag, Gemeinsamen Umsetzungsdokument, den Vergaberegelungen sowie den einschlägigen Verordnungen der Europäischen Union festgelegt wurden.

Die Maßnahmen sollen die negativen Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Projektumsetzung einschränken.

Wenn Sie diese in Anspruch nehmen wollen, ist der Zusammenhang zwischen der aktuellen Situation Ihres Projektes und den auf Grund der Corona-Krise geltenden Beschränkungen glaubwürdig zu erläutern und zu dokumentieren. Aus der Dokumentation muss erkennbar sein, dass Sie auf die Entstehung der Kosten keinen Einfluss nehmen konnten und mit der gebotenen Sorgfalt alles unternommen haben, um die entstandenen Kosten ganz zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Übermitteln Sie die Dokumentation zusammen mit der Abrechnung der Ausgaben an die Kontrollinstanz (SAB oder CRR). Bei der Beurteilung des Sachverhaltes wird in erster Linie der Erfolg des Projektes als Ganzes bewertet. Hierzu gehören die Durchführung der Aktivitäten, die Erreichung der Projektziele und der Projektergebnisse (Indikatoren).

2 Umsetzung von Projektaktivitäten

  • Nutzen Sie für die Projektaktivitäten, welche aufgrund der aktuellen Einschränkungen nicht in geplanter Form stattfinden können, alternative Formate (z.B. Videokonferenzen, hybride Veranstaltungen, e-Learning etc.). Beachten Sie dabei, dass der Sinn und Zweck der Aktivitäten erhalten bleiben müssen. Besprechen Sie im Vorfeld die Formatänderung mit uns (SAB oder CRR).

  • Zu Projektaktivitäten, die aus objektiven Gründen nicht in alternativen Formaten bzw. innerhalb der bewilligten Projektlaufzeit durchgeführt werden können, werden wir gemeinsam eine individuelle Lösung abstimmen.

  • Sollten Änderungen am Gesamtprojekt erforderlich sein, sind diese vor dem Ende der Projektlaufzeit durch den LP der SAB anzuzeigen.

    Über Änderungen, die keine wesentlichen Auswirkungen auf die Erreichung der Projektziele haben (z. B. Vertagung von Veranstaltungen, Änderung des Formates einer Veranstaltung, Verlängerung der Projektlaufzeit, um Aktivitäten nachzuholen) entscheidet die zuständige Behörde (SAB oder CRR).

    Über wesentliche Änderungen wie z. B. Mittelerhöhungen oder Änderungen der Projektaktivitäten, die die Erreichung der Projektziele wesentlich beeinträchtigen, entscheidet der Begleitausschuss.

3 Förderung von Ausgaben für Projektaktivitäten

  • Sind Ihnen für Ihr Projekt finanzielle Aufwendungen für Aktivitäten entstanden, die aufgrund der COVID-19-Krise nicht oder nur teilweise durchgeführt werden konnten oder können (wie z. B. Raummiete trotz abgesagter Veranstaltung, Reisekosten, keine Rückerstattung von bereits gezahlten Teilnehmergebühren seitens des Veranstalters, Stornierungsgebühren), so können diese Ausgaben bezuschusst werden.

    Werden Ihnen die entstandenen Kosten von einer anderen Stelle (z. B. aus Versicherungen, Kurzarbeitergeld, etc.) erstattet oder ausgeglichen, so ist dies gegenüber der Kontrollinstanz (SAB oder CRR) anzuzeigen. Die zuschussfähigen Ausgaben werden in diesem Fall um den Betrag, der von Dritten übernommen wurde, gemindert.

    Nur für deutsche Kooperationspartner: bitte benutzen Sie für die Anzeige von Ausgleichszahlungen durch Dritte den SAB-Vordruck 67308.

  • Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Durchführung von Projektaktivitäten in einem alternativen Format anfallen (z.B. Anschaffungen von Technik für virtuelle Meetings, e-Learning und Ähnliches), können als förderfähig anerkannt werden, wenn der Beitrag zur Erreichung der Projektziele eindeutig ersichtlich ist und er die vereinbarte Höhe der zuschussfähigen Ausgaben nicht übersteigt. Die Notwendigkeit der Ausgabe ist hinreichend zu dokumentieren und zu begründen. Ziffer 2 Anstrich 2 bleibt davon unberührt.

  • Nicht bezuschusst werden Ausgaben für Produkte oder Dienstleistungen, die für eine Projektaktivität geplant waren, aber nunmehr für einen anderen Zweck außerhalb des Projektes genutzt werden können. Dies trifft zum Beispiel für Ausstattungsgegenstände, Geschenke oder Preise für Wettbewerbe zu.

  • Bitte achten Sie bei der Abrechnung von Personalausgaben in den Zeiträumen, welche von den Corona-Einschränkungen betroffen sind, besonders auf die inhaltliche Beschreibung der Projektaktivitäten im Projektfortschrittsbericht. Dies verhindert Rückfragen und ggfs. mögliche Sanktionierungen.

4 Fristen bei der Kontrollinstanz

  • Informieren Sie Ihre Kontrollinstanz (SAB oder CRR), wenn Sie Fristen nicht einhalten können. Neue Termine werden mit Ihnen unbürokratisch vereinbart.

  • Wenn Sie dringend eine Auszahlung brauchen, zeigen Sie es Ihrer Kontrollinstanz an. Ihre vorliegende Abrechnung wird neu terminiert oder Sie werden gebeten, einen zusätzlichen Auszahlungsantrag zu stellen.

5 Kleinprojektefonds

Für die Begünstigten von Kleinprojekten gelten die Regelungen in Ziffer 1 bis 4 analog, wobei die darin genannten Anzeigen und Informationen gegenüber der jeweils zuständigen Euroregion vorzunehmen sind. Bei weiteren Fragen empfehlen wir Ihnen, sich mit dem jeweiligen Projektsekretariat Ihrer Euroregion in Verbindung zu setzen.

07.09.2020 Die virtuelle Ausstellung zum 30. Jahrestag von Interreg ist online

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Das Jahr 2020 ist vom 30. Jahrestag von Interreg und der Präsentation vielfältiger Ergebnisse der europäischen territorialen Zusammenarbeit geprägt. Anlässlich dieses Jubiläums hat die Europäische Kommission u. a. eine virtuelle Ausstellung konzipiert, die Sie sich online anschauen können. Die Ausstellung besteht aus 41 Projektpostern von ausgewählten, im Rahmen von Interreg umgesetzten grenzübergreifenden, transnationalen und interregionalen Projekten, die sich in drei Kategorien vorstellen: Youth Cooperation, We All Have a Neighbour, A Green Europe. Unser sächsisch-tschechisches Kooperationsprojekt Starke Nachbarn (Strong Neighbours) ist in der virtuellen Ausstellung als Best-Practice-Beispiel vertreten, was uns sehr freut.

Als Ergänzung zur virtuellen Ausstellung können Sie sich das zusammenfassende E-Book herunterladen.

Neben der Ausstellung finden Sie auf der Interreg-Webseite thematisch ausgerichtete Podcasts (Europäer der nächsten Generation, Nachbarn, Grünes Europa), Videos und Artikel, und Sie erfahren etwas über kommende Veranstaltungen der EU. Im Oktober 2020 finden z. B. die 18. Europäische Woche der Regionen und Städte und die Grüne Woche der EU statt.

27.07.2020 Dank der Smartphone-App „Georisks“ können Informationen zu Felsstürzen und Steinschlägen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz gemeldet werden

Im Rahmen des Projekts „Grenzüberschreitendes Experten- und Frühwarnsystem für Georisiken im Elbsandsteingebirge“ , das vom Kooperationsprogramm Sachsen-Tschechien finanziert wird, wurde eine kostenlose Smartphone-App entwickelt, mit der die Öffentlichkeit Ereignisse wie Felsstürze oder Steinschläge melden kann. Ziel ist, einen besseren Überblick über die geologischen Risiken im Elbsandsteingebirge zu bekommen. Der fachliche Teil wird von Projektpartnern der Karlsuniversität Prag und der TU Bergakademie Freiberg in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz, dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und anderen Partnern realisiert. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die Bedürfnisse der Behörden sowie der Öffentlichkeit.

Die tschechisch-deutsche App „Georisks“ kann für iOS im App Store und für Android bei Google Play heruntergeladen werden.

Sie klicken einfach auf die Karte und wählen die Elemente in den entsprechenden Kategorien aus. Sie können auch Kommentare schreiben und Fotos teilen. Die Daten werden anonym in die Projektdatenbank übertragen, wo die Daten verarbeitet und ergänzt bzw. die Daten korrigiert werden.

Weitere Informationen zum Projekt und zur Anwendung finden Sie auf folgender Webseite http://elbe-labe-georisiko.eu/de/.

14.07.2020 Eine Interreg-Podcast-Geschichte über unser Projekt „Handwerk im Dreiländereck“ veröffentlicht

Interreg zum Hören

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Interreg wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass stellt die englischsprachige Podcast-Reihe „Das ist Europa“ („This is Europe“) der Europäischen Kommission erfolgreiche Kooperationsprojekte vor. Nach den ersten zwei Folgen „Grünes Europa“ („A Green Europe“) und „Nachbarn“ („Neighbours“) widmet sich die dritte Folge dem Thema „Die nächste Generation der Europäer“ („The Next Generation of Europeans“). Der Podcast beginnt mit unserem Projekt „Handwerk im Dreiländereck“. Hören Sie hier den interessanten Bericht (Länge ca. 18 Min.) der Kooperationspartner über das gemeinsame Leben und Lernen der nächsten Generation der Europäer im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck sowie über die für diese Region typischen Handwerke. Der Grundschullehrer Kamil Prisching nimmt uns zu einem grenzüberschreitenden Schultag mit. Die deutschen Schüler reisen zu ihrer Partnerschule in der Tschechischen Republik und erhalten eine Crashkursausbildung über alles - von der traditionellen Schafzucht bis hin zur Robotik - natürlich alles in zwei Sprachen.

Der Podcast stellt in der zweiten und dritten Episode weitere zwei Projekte aus den Programm Lettland – Litauen – Weißrussland und Nordperipherie-Arktik-Programm vor.

#ThisIsEurope , #Interreg30 , #euinmyregion , @InteractEU , @RegioInterreg

19.06.2020 Empfehlung zum Nachweis der Teilnahme bei virtuellen Veranstaltungen

Zum Nachweis der Teilnahme an Videokonferenzen und Onlineschulungen können Sie systemseitig erstellte Protokolle von der virtuellen Veranstaltung, oder alternativ ein Foto des Bildschirmes mit allen Teilnehmern (namentliche Nennung) sowie Datum und Uhrzeit versehen, einreichen. Bitte bestätigen Sie uns als Projektträger die Teilnahme der betreffenden Personen mit Ihrer Unterschrift.

Beachten Sie bitte die Regelungen des Datenschutzes und holen Sie die Einwilligung der Teilnehmer ein, dass ggf. ein Foto des Bildschirmes für den projektbezogenen Nachweis bei der Abrechnung gemacht wird.

09.06.2020 Notwendigkeit der zeitnahen Erstellung der Tätigkeitsnachweise

Nur für deutsche Kooperationspartner

Wenn Sie in Ihrem Projekt Personalausgaben mit flexibler Stundenzahl pro Monat abrechnen, müssen Sie die dazugehörigen Tätigkeitsnachweise zeitnah nach dem Projekteinsatz erstellen und unterschreiben. Somit vermeiden Sie das Risiko, dass Ihre Arbeitsstunden nicht anerkannt werden. Zeitnah unterschriebene Dokumente haben im Falle der Prüfung einen höheren Beweiswert, als Tätigkeitsnachweise, die erst später gefertigt wurden.

Im Gesamtüberblick das Wichtigste in Kürze:

  • laufendes Erstellen der Tätigkeitsnachweise mit dem SAB-Vordruck 62025 (Version 01/18)
  • tagegenaues Auflisten sowohl der projektbezogenen als auch der projektfremden Arbeitsstunden
  • zeitnahes Unterschreiben der Tätigkeitsnachweise durch die leistungserbringende Person und den Begünstigten

13.05.2020 Ausgleichszahlungen infolge der Corona-Krise

Nur für deutsche Kooperationspartner

Zur Eindämmung der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie stehen diverse staatliche Soforthilfen und Ausgleichzahlungen zur Verfügung. Sofern Sie staatliche Leistungen erhalten haben (z. B. Kurzarbeitergeld), dürfen Sie entsprechende Ausgaben wie z. B. Personalausgaben nicht zusätzlich in Ihrem Projekt abrechnen. Sonst kommt es zu einer Doppelförderung.

Bitte benutzen Sie den SAB-Vordruck 67308, um eine Doppelförderung auszuschließen. Der Vordruck ist für die Abrechnungen der ab März 2020 angefallenen Projektausgaben mit jedem Abruf bei der Kontrollinstanz einzureichen.

Interreg Volunteer Youth (IVY)

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Die Interreg Volunteer Youth (IVY) Initiative ist ein Pilotprojekt der Arbeitsgemeinschaft Europäischen Grenzregionen (AEBR/AGEG) für junge Europäer zwischen 18 und 30 Jahren, die sich als Freiwillige in grenzüberschreitenden, transnationalen oder interregionalen Programmen und Projekten engagieren können. Die Freiwilligen lernen die Europäische Territoriale Zusammenarbeit kennen, entwickeln ein Bewusstsein für die zahlreichen Vorteile einer Zusammenarbeit entlang der EU-Innengrenzen, und schärfen ihren Sinn für europäische Solidarität, Staatsbürgerschaft und bürgerschaftliches Engagement.

Auch Sie als Projektträger können eine/n Freiwillige/n bei sich beschäftigen, der/die Sie bei der Projektumsetzung unterstützt. Die Konditionen sind folgende:

  • Einsatzdauer: 2-6 Monate
  • kein Ersatz-Arbeitsverhältnis
  • Hilfe bei der Unterkunftssuche
  • Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Reise und Taschengeld werden von der AGEG übernommen; zusätzliche materielle Unterstützung (z.B. Essenmarken, ÖPNV-Fahrscheine) ist erwünscht.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann füllen Sie als zukünftige Gastgeber-Organisation bitte die Project Note aus und senden sie an IVY@aebr.eu . Das IVY-Team wird eine/n geeignete/n Freiwillige/n für Sie finden.

Ausführliche Informationen finden Sie in englischer Sprache in den Guidelines und unter https://www.interregyouth.com/hostorganisations